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WAS IST EIN SCHAMANE?
Das uns geläufige Wort
Schamane
kommt vom Tunguisischen Wort "shaman", Sanskrit "strmana", und bedeutet soviel wie: asketisch. Selbstverständlich gibt es in diesem Bereich auch den weiblichen Schamanen; die Schamanin. Wir sprechen hier aber der einfachheitshabler mal in der gewohnten, der männlichen Form. Schamanen findet man überall auf der Welt, und zwar in den alten und ebenso in den neuen Kulturen. Ein Schamane ist ein (Ver-) Mittler zwischen den Welten und kann in beiden gleichzeitig und bewusst walten. Meist versetzt sich dazu in einen anderen Bewusstseins-Zustand, Trance genannt. Das geschieht meist durch den Schlag der Trommel, welche den Herzschlag der Erde symbolisiert. Aber auch andere Mittel dienen als Träger: die Rassel, monotoner Gesang, gleichmässige Naturgeräusche, etwa ein Wasserfall oder das Lauschen des Windes in den Baumkronen. Natürlich ist es auch möglich, sich mit etwas Übung, durch Meditieren oder durch Augenschliessen und in sich / in die Stille zu gehen.
Ein Schamane tritt bei vollem Bewusstsein, hellwach und geistesgegenwärtig, im Vollbesitz seiner Kräfte, in die Anderswelt. Dort trifft er auf tierische Schutzgeister, sprich:
Krafttiere, welche ihn schützen, führen und unterstützen und ihm ihre Kräfte leihen, damit er seine Aufgaben erledigen kann. Sie schenken ihm die Kraft, die Medizin (die Indianer verstehen darunter; alles, was uns dabei hilft, den Weg der Schönheit, d.h. des Einklangs mit allem, zu gehen) und die Botschaft, welche er gerade braucht. So ist er in der Lage, in das Energiefeld eines Menschen einzutreten, Botschaften zu übermitteln, Ursachen zu erkennen, Heilungen auszuführen, Voraussagen zu machen, verlorene Seelenteile und Kräfte zurückzuholen, sowie Kräfte und Energien zu stärken, heilende Rituale und Wege zu finden und mit den Kräften zum Wohle aller zu kommunizieren, sie zu achten, zu ehren und zu würdigen.
WAS IST SCHAMANISUS?
Bereits lange vor Sigmund Freud waren den nordamerikanischen Stämmen das Zusammenspiel von seelischen Faktoren und körperlichen Reaktionen bekannt. Sie erkannten, daß die unbewußten, unerfüllten und sich in Träumen offenbarenden Wünsche des Menschen als Krankheitserreger geeignet sind. Daraus entwickelte sich der Medizinmann und der Schamane. Der Medizinmann bereitet eine materielle Medizin gegen die Auswirkung der Krankheit und ist in die heutige konventionelle Medizin pharmazeutisch integriert worden - der Schamane entwickelt ein spirituelles Gedankengewebe gegen Erreger und bleibt hingegen nahezu unbekannt oder als etwas legenderes, mystisches.
Der Schamane gilt selber nicht als heiliger Mensch. Er genießt lediglich den Respekt der Menschen weil er mit den Geistern in Verbindung steht oder jederzeit mit ihnen die Verbindung treten oder den Kontakt zu ihnen aufnehmen kann. Daher darf er nicht etwa mit einem Priester verglichen werden.
Die Aufgaben des Schamanen bestehen meistens nur darin, das außer Kontrolle geratene Gleichgewicht wieder herzustellen und Krankheiten zu heilen, oder in schweren Lebenssituationen bei Entscheidungen Rat zu geben.
Es gibt unterschiedlich starke Schamanen. Je nachdem über welche Hilfsgeister sie verfügen, haben sie unterschiedliche Fähigkeiten. Man unterscheidet zwischen weißen und schwarzen Schamanen. Schamanen tragen ein Gewand, das Manyak genannt wird. Es muss aus Fellen von bestimmten Tieren hergestellt werden. Es ist mit Knochen und Federn bestückt, die ihre Bedeutungen haben. Dieses tierische Gewand, kann natürlich auch im geistigen Sinne bestehen und muss nicht im wirklichen hergestellt werden. Es besteht häufig aus den Gaben, die der Schamane auf seiner Reise geschenkt bekommt oder es kann sich hierbei auch um eine Schenkung aus dem Tierreich handeln, dass man in der Natur tatsächlich ‚findet’.
SCHAMANENWERDUNG
Erlik Khan den ersten Schamanentrommel gebaut und den erste Schamanenritual vollzogen. Das was die Schamanen von anderen Menschen unterscheidet ist, dass sie über die Seele eines verstorbenen anderen Schamanen verfügen. Diese (utha- / Körmös-)Seele begleitet den Schamanen und hilft ihm. In der Regel taucht die Seele eines alten Schamanen eines Tages plötzlich auf versetzt den Auserwählten in einen Zustand der Bewusstlosigkeit (Mediziner sprechen hierbei von einer Katalepsie, dass manchmal sogar mehrere Tage andauert). In diesem Zustand hat der Auserwählte eine Vision, in dieser Vision muss er sich entscheiden ob er wirklich ein Schamane werden möchte. Der Auserwählte begegnet dem Totem-Tier des Stammes.
Dieses Tier hat meist ein Zeichen auf seinem Stirn. Es führt ihn zu dem Baum, von dessen Rinde er den Rahmen seines Trommels fertigen muss. Wenn er aus der Bewusstlosigkeit erwacht, geht der Auserwählte in den Wald, findet das Tier und den Baum aus seiner Vision und fertigt seine Trommel aus dem Fell des Tieres und der Rinde des Baumes. Die Seele des Hilfsschamanen führt den Auserwählten in das Himmelsreich und zerlegt seinen Körper in Einzelteile. Diese Teile müssen wieder zusammengeflickt werden damit er mit neuen Schamanen-Kräften auf die Erde zurückkehren kann. Wenn er sich weigert ein Schamane zu werden, stirbt er in seiner Katalepsie und wacht nie wieder auf. Ein anderer Schamane der gerufen wird um dem „Kranken" zu helfen erkennt sofort dass dieser nicht wirklich Krank ist, sondern zur Schamanenwerdung berufen wurde.
AUFGABE EINES SCHAMANEN
° Kommunikation mit Gott und ihn dienenden hohe Geistigen Energie Wessen: Seine Botschaften verbereiten.
° Wahrsagen: Er ladet einen Geist dazu ein in seinen Körper zu dringen. Der Geist spricht dann aus dem Körper des Schamanen.
° Regen-Ritual und Blitz-Ritual: Er muss die Energie der eingeschlagenen Blitze wieder in den Himmel schicken
- um das Gleichgewicht in der Natur zu wahren, und in Trockenzeiten um Regen beten/bzw. zaubern.
° Oba-Ritual: Kann mehrere Tage dauern, und ist für das Wohl des ganzen Stammes von Bedeutung.
° Krafttiere aktivieren Geistige und Körperliche Krankheiten zu erkennen und heilen.
° Verstorbene Seelen kontaktieren oder störende Energien aufspüren.
° Transformierung mit Hilfe von kosmischen Energien bei anhaftenden verstorbene Seelen
– liebevolle Begleitung „ins Licht"Familienverstrickungen, alte Muster von Hass etc., Geschehnisse von einem Ort klären.
° Fremde Seelenanteile werden ihrem Ursprung zugewiesen.
° Aussöhnung in Bezug auf die Vergangenheit (mit Familie, der betroffenen „besetzten" Person, aller Beteiligten.
° Belebung des befreiten Individuums (Mensch, Tier) oder Ortes, Raumes, Gebäudes oder des Wohngebiet.
° Der entstandene „Leerraum", der zuvor besetzt war, wird aufgefüllt mit göttlichen Energien.
° Aufbau eines „Schutzes", um neuen Energien die „Zuflucht" zu untersagen.
SCHAMANENTROMMEL
Wenn ein anderer Bewusstseinszustand von nöten ist, hat der Schamane eine Vielzahl von Hilfsmitteln. Meistens benutzt er mehrere dieser Hilfsmittel gleichzeitig. Bei einem Ritual ist die Atmosphäre die ihn umgibt von großer Wichtigkeit. Viele Geister sind Nachts viel stärker als tagsüber. Die ihn umgebenden Menschen können seine Gebetsformeln laut wiederholen und ihm damit helfen. Kreisförmige Gemeinschaftstänze können ebenfalls Energie herbeiholen, oder den Schamanen in andere Welten befördern. Das wichtigste Instrument für die Trance ist die Schamanentrommel. Es ist wissenschaftlich bewiesen das der sich immer wiederholende Rhythmus des Trommels in einer bestimmten Frequenz tatsächlich hypnotische Zustände auslösen kann. Die Trommel wird meist auf der Höhe des Kopfes oder des Oberkörpers gehalten, die Vibrationen des Trommels wirken somit stärker auf den Körper ein.
In dieser Schamanentrommel wohnt wiederum ein eigenes Wesen; der Trommelgeist. Durch schlagen der Trommel, wird diese immer wieder von selbst von negativer Energie befreit und lädt sich mit heilender auch wieder auf. Es ist das Hauptinstrument eines jeden Schamanen oder einer Schamanin.
DAS SCHAMANENVOLKGab es den jemals auch ein Schamanenvolk oder war diese Aufgabe jeweills nur einigen wenigen Auserwählten aus einem Stamm vorbehalten? Es gab tatsächlich mal ein Volk, welches diesen Namen trug. Sie nannten sich die Shamana (weltweites Volk). Aus dieser Zeit stammen die Aborigines, allerdings war das Volk der Shamana damals auf einer anderen Schwingunshöhe oder Ebene wie diese, die wir heute kennen. Es waren auch die Bewohner des Regenbogenlandes, von dem die Aborigines gerne erzählen. Sie sind somit die 'Ur-Schamanen', die schon vor Zeiten mit allem verbunden waren was ist, mit dem Göttlichen Spirit.
Es ist faszinierend, dass im Schamanismus ein Wissen angewandt wird, das aus dem Regenbogenland stammt, denn Shamana bedeutet übersetzt "Regenbogenland".
>"Schamanismus ist die älteste
Methode, das Bewusstsein für Heilzwecke und Problemlösung einzusetzen."
Schamanen - die wir in unserer "zivilisierten" Welt
"Medizinmänner/Zauberer" nennen - sind die Bewahrer einer beträchtlichen
Sammlung früher Techniken, die sie anwenden, um Wohlbefinden und Gesundheit für
sich und die Gemeinschaft zu erreichen und zu bewahren.
Ein Schamane tritt willentlich in einen anderen
Bewusstseinszustand ein, um mit einer normalerweise verborgenen Wirklichkeit in
Berührung zu kommen und sie auszuwerten, um Wissen, Kraft und Hilfe für andere
zu erhalten. Der Schamane bewegt sich zwischen unterschiedlichen Wirklichkeiten,
er ist ein Mittler zwischen alltäglicher und nichtalltäglicher Wirklichkeit. Um
seine Aufgaben durchzuführen, verlässt sich der Schamane auf besondere
persönliche Kraft, die im allgemeinen von seinen Schutz- und Heilgeistern
geliefert wird.
In der Welt der Schamanen ist die nichtalltägliche
Wirklichkeit in drei Ebenen unterteilt. In der unteren Welt führen sie
Tiergeister zu den Quellen der Lebenskraft. In der oberen Welt holen sie sich
bei den Ahnengeistern Wissen und Rat. Die mittlere Welt ist ihre Lebenswelt.
Zwei Richtlinien prägen das Leben des Schamanen: Alles was ist, ist lebendig und
beseelt. Gehe immer den Weg des Herzens.
Schamanismus ist ein grosses mentales und emotionales
Abenteuer, worin der Klient wie auch der Schamane ihre Rolle spielen. Durch
Seelenreisen, Krafttiererweckung und seine weiteren Bemühungen, hilft der
Schamane seinen Klienten ihre normale, allgemein übliche Vorstellung von der
Wirklichkeit zu übersteigen, einschliesslich der Vorstellung oder Überzeugung,
sie seien psychisch oder physisch krank. Der Schamane zeigt seinen Klienten,
dass sie emotional und spirituell im Kampf gegen ihre Probleme nicht allein
sind.
Dieser uralte Weg ist unendlich kraftvoll und greift so tief in den
menschlichen Geist ein, dass die üblichen kulturellen Glaubenssysteme und
Vorstellungen der Wirklichkeit im wesentlichen belanglos sind - und so gehen der
Schamane und sein Klient den Weg des Herzens.
Eine Schamanische Beratung / Reise dauert in der Regel eineinhalb Stunden.